Gesundheitswesen
Verifizierbare Vertrauensinfrastruktur für das Gesundheitswesen
Dem europäischen Gesundheitswesen steht ein Jahrzehnt bevor, in dem grenzüberschreitender Datenaustausch zur Pflicht wird. Wer jetzt eine verifizierbare Vertrauensinfrastruktur aufbaut, gestaltet den Wandel, statt darauf zu reagieren.
Health Innovation Centre entdeckenDas Gesundheitswesen steht vor drei zusammenlaufenden Vorgaben: grenzüberschreitender Datenaustausch nach EHDS, Portabilität von Patientendaten nach DSGVO Artikel 20 und Interoperabilitätsanforderungen über MyHealth@EU. Jede davon verlangt verifizierbares Vertrauen an jeder Organisationsgrenze. Die Infrastruktur dafür gibt es heute: Sie verarbeitet im Schweizer Gesundheitswesen bereits über 800.000 verifizierte Zustellungen pro Monat.
Regulatorische Treiber
EHDS
Mit EHDS Artikel 71 ist das Opt-out bei der Sekundärnutzung zum Rechtsanspruch geworden (in Kraft seit 26. März 2025). Artikel 71(8) schliesst zentrale Opt-out-Register aus. Die architektonische Antwort darauf ist dezentrales Schlüsselmanagement.
27 EU-Mitgliedstaaten im Anwendungsbereich
Datenportabilität (DSGVO Art. 20 + EHDS Kap. III)
Das Patientenrecht auf Übertragung von Gesundheitsdaten zwischen Leistungserbringern verlangt an jedem Austauschpunkt verifizierbare Datenherkunft und Integrität.
Über 440 Millionen EU-Bürgerinnen und -Bürger erfasst
MyHealth@EU-Interoperabilität
Vorgabe zur grenzüberschreitenden Interoperabilität: Teilnehmende Staaten tauschen Patientenkurzakten und E-Rezepte mit verifiziertem Vertrauen aus.
25+ teilnehmende Länder bis 2025
Die Lösung im Überblick
Verifizierbare Vertrauensinfrastruktur für das Gesundheitswesen bedeutet: Jede Nachricht zwischen Organisationen trägt einen kryptografischen Nachweis von Herkunft, Integrität und Autorisierung, ohne dass eine zentrale Vertrauensinstanz nötig ist. Das ist keine Produktfunktion, sondern eine architektonische Fähigkeit, die zwischen bestehenden Systemen ansetzt und die Kommunikation zwischen Institutionen von Grund auf verifizierbar macht. Vertrauen an Organisationsgrenzen, verifizierter Datenaustausch und Compliance-Nachweis liegen dabei in einer einzigen integrierten Schicht.
So funktioniert es →Im Produktivbetrieb bewährt
Im Gesundheitswesen hat sich die Architektur in grossem Umfang bewährt. HIN betreibt das Schweizer Gesundheitsinformationsnetz und ersetzt eine über 25 Jahre alte S/MIME-Gateway-Infrastruktur durch Verimesh (früher das Stargate-Projekt). Gateway und zentrale CA von Verimesh laufen bei HIN produktiv, die ersten Institutionen sind migriert, und SEAL verarbeitet über 800.000 verifizierte Zustellungen pro Monat im Schweizer Gesundheitswesen.
Das ist kein Pilotprojekt, sondern eine Migration im Produktivbetrieb: Sie zeigt Effizienzgewinne im Betrieb, geringere Infrastrukturkomplexität und eine zukunftsfähige Architektur für die Anforderungen an grenzüberschreitende Interoperabilität.
Erfahren Sie mehr über unser Programm für Gesundheitsorganisationen →Referenzarchitektur
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Wege der Zusammenarbeit
Direkte Zusammenarbeit mit Vereign
Für Organisationen, die eine Vertrauensinfrastruktur gemeinsam mit dem Engineering- und Beratungsteam von Vereign planen und einführen wollen. Ideal für Vorreiter und für Organisationen mit eigener technischer Kapazität.
Leistungen entdecken →Zusammenarbeit über einen Partner
Für Organisationen, die lieber mit einem Beratungshaus arbeiten, das bereits auf die Vertrauensinfrastruktur von Vereign geschult ist. Partner bringen Branchenwissen und die Kompetenz für die Einführung mit.
Partnerprogramm ansehen →Stimmen aus der Praxis
Gesundheitsdaten bewegen sich nicht innerhalb einer einzigen Organisation, sondern fliessen zwischen Spitälern, Laboren, Praxen und Versicherern. Interoperabilität auf Basis offener Standards ist keine technische Vorliebe, sondern eine betriebliche Notwendigkeit. Was mich an der Stargate-Architektur überzeugt: Sie zwingt bestehende Systeme nicht zum Umbau, sondern macht den Vertrauensnachweis an jeder Organisationsgrenze verifizierbar, und zwar mit offenen Protokollen, die kein einzelner Anbieter kontrolliert.
Die Digitalisierung im Gesundheitswesen scheitert nicht an fehlender Technologie, sondern an fehlender Vertrauensinfrastruktur. Was Vereign in der Schweiz zeigt: Vertrauen lässt sich operationalisieren, und zwar sicher, verifizierbar und über Institutionen hinweg skalierbar, ohne die Kontrolle abzugeben. Das ist kein Konzept, sondern bereits Realität im Produktivbetrieb. Für Ökosysteme wie Bulgarien lautet die Frage nicht mehr, ob wir diese Architektur brauchen, sondern wie schnell wir sie übernehmen können, um von fragmentierter Innovation zu koordinierter, skalierbarer Wirkung in den Gesundheitssystemen zu kommen.
Einführung einer Vertrauensinfrastruktur im Gesundheitswesen planen
Ob Sie Ihre regulatorische Bereitschaft prüfen oder eine Einführung planen: Wir helfen Ihnen, die richtige Architektur für Ihre Gesundheitsorganisation zu bestimmen.