IPFS-Fallstudie: 800.000 Nachrichten im Monat, gesichert für das Schweizer Gesundheitswesen
Ursprünglich als Fallstudie von IPFS veröffentlicht: Vereign & IPFS. Das Video unten ist ein Gespräch zwischen Georg Greve und dem IPFS-Team, das zum Launch der Fallstudie entstanden ist.
HIN, der Anbieter sicherer Kommunikation für das Schweizer Gesundheitswesen, versendet mit SEAL jeden Monat mehr als 800.000 verifizierte Nachrichten. Dafür wird jede Nachricht verschlüsselt, in Fragmente zerlegt und über einen IPFS-Schwarm verteilt, den HIN und Vereign gemeinsam betreiben. Zusammengesetzt wird erst auf dem eigenen Gerät der Patienten: Link antippen, Code eingeben, Nachricht lesen. Die Ärzte erhalten den Nachweis der Zustellung in dem Moment, in dem die Patienten die Nachricht am anderen Ende entschlüsseln. Patienten brauchen weder einen Zertifikatspeicher noch ein Portal oder eine App-Installation, und HIN meldet seit Beginn des Rollouts einen Support-Aufwand von nahezu null.
Die IPFS-Fallstudie erklärt, wie das in der Praxis funktioniert: warum der Schwarm öffentlich, aber mit eingeschränktem Schreibzugriff ist, warum die Fragmentgrenzen nicht mit den GCM-Blöcken übereinstimmen und wie derselbe Grundbaustein der Zustellung heute Dokumente genauso transportiert wie E-Mails. Sie benennt auch die betrieblichen Reibungspunkte ehrlich: Die Garbage Collection auf einem stark ausgelasteten IPFS-Knoten wirkt störend, und aggressive Unternehmens-Firewalls misstrauen IPFS nach wie vor, sofern die Header auf dem patientenseitigen Pfad nicht entfernt werden. Regulierter Datenverkehr auf IPFS in diesem Umfang ist noch immer selten, und die Fallstudie hält fest, was das konkret erfordert.
Das Video oben ist ein tiefer Einblick in die SEAL-Architektur und das Deployment bei HIN. Für das übergeordnete Gesamtbild: Verimesh, die Kommunikations-Suite, zu der SEAL gehört. Bei Fragen oder Anfragen zur Zusammenarbeit: wenden Sie sich an das Vereign-Team.